Vom Rechenzentrum aus gedacht
Hetzner Online wurde 1997 gegründet und sitzt im fränkischen Gunzenhausen. Das Unternehmen betreibt eigene Rechenzentrumsparks in Nürnberg und Falkenstein im Vogtland, dazu einen Standort in Helsinki. Cloud-Server gibt es außerdem in den USA und in Singapur. Hetzner baut also nicht nur Tarife, sondern betreibt die Technik darunter selbst.
Bekannt ist der Anbieter vor allem für Server. Dedizierte Root-Server, Cloud-Instanzen und Speicherprodukte stehen im Mittelpunkt, das Webhosting läuft eher nebenher. Eine Besonderheit ist die Serverbörse, auf der Hetzner gebrauchte Maschinen ohne Einrichtungsgebühr weitervermietet.
Drei Produktwelten mit eigenen Oberflächen
Bei Hetzner merkst du schnell, dass die Produkte aus verschiedenen Zeiten stammen. Webhosting, Domains und Managed Server verwaltest du in konsoleH. Dedizierte Root-Server laufen über den Robot. Cloud-Server steuerst du in der Cloud Console, die Hetzner nach und nach zur zentralen Oberfläche für alle Produkte ausbaut. Wer mehrere Produkte nutzt, wechselt bis dahin zwischen Logins.
Die Cloud ist das modernste Angebot. Server laufen in Sekunden an, du zahlst stundengenau mit monatlicher Obergrenze und steuerst alles auch per API. 2026 hat Hetzner die Cloud-Preise allerdings deutlich angehoben, und die besonders günstigen Linien sind zeitweise nicht bestellbar. Bei Root-Servern bekommst du die nackte Hardware: Hetzner tauscht defekte Teile, um Betriebssystem, Updates und Backups kümmerst du dich selbst.
Wer das nicht will, greift zu den Managed Servern. Dort administriert Hetzner das System, du verwaltest deine Accounts in konsoleH. Mehr zum Unterschied steht in Managed oder Root-Server.
Kleine Fallstricke
Hetzner zeigt Preise auf der eigenen Website standardmäßig netto an. Für Privatkunden kommt die Mehrwertsteuer dazu, das solltest du beim Vergleichen im Kopf haben. Das Webhosting enthält keine Inklusivdomain, die Domain buchst du separat. Dafür sind Grenzen wie PHP-Prozesse und Memory-Limit offen angegeben, was bei vielen Shared-Hostern fehlt.
Telefonischen Support gibt es nur bei bestimmten Produkten. Der Normalfall ist das Ticket.
Für wen Hetzner passt
Hetzner passt zu Entwicklern, Admins und Firmen, die Linux beherrschen und viel Rechenleistung oder Traffic für ihr Geld wollen. Auch wer Daten in deutschen Rechenzentren eines deutschen Betreibers halten möchte, ist hier richtig.
Weniger passend ist Hetzner für Einsteiger, die eine WordPress-Seite ohne Technikkenntnisse betreiben und bei Problemen anrufen möchten. Ob für dich ein Server überhaupt nötig ist, klärt der Ratgeber vServer oder Webhosting.
Häufige Fragen
Was kostet Hosting bei Hetzner?
Im Vergleich stehen 13 Tarife von Hetzner (Webhosting, vServer und Server). Der Einstieg liegt bei 1,90 € im Monat. Über 24 Monate gerechnet ist Webhosting S am günstigsten, mit durchschnittlich 1,90 € im Monat.
Kann man bei Hetzner monatlich kündigen?
Ja, alle Tarife im Vergleich sind monatlich kündbar.
Wo stehen die Server von Hetzner?
Hetzner betreibt Rechenzentren in folgenden Ländern und Städten: Deutschland (Nürnberg, Falkenstein), Finnland (Helsinki), USA (Ashburn, Hillsboro), Singapur.
Wie erreiche ich den Support von Hetzner?
E-Mail/Ticket rund um die Uhr; Telefonsupport je nach Produkt (z. B. Webhosting XL, Managed Server).