Karlsruher Anbieter unter österreichischem Dach
netcup wurde 2008 in Karlsruhe gegründet und gehört seit November 2016 zur Anexia-Gruppe aus Klagenfurt. Anexia hat netcup nicht eingegliedert, die Marke tritt weiter eigenständig auf. Die Server stehen vor allem in Nürnberg, dazu kommen Standorte in Wien, Amsterdam, den USA und Singapur.
In Foren und unter Bastlern hat netcup einen Ruf als Preisbrecher bei vServern. Das stimmt, sagt aber wenig über den Alltag. Für den lohnt der Blick auf Vertrag, Verwaltung und Sicherungen.
Drei Oberflächen statt einer
Du verwaltest netcup über mehrere Panels. Im Customer Control Panel (CCP) liegen Verträge, Rechnungen und Domains. Server steuerst du im Server Control Panel (SCP) mit eigenem Login: Neustart, Remote-Konsole, eigene ISO-Images und Snapshots. Das Webhosting läuft auf Plesk und ist über das Webhosting Control Panel erreichbar, das du aus dem CCP heraus öffnest. Plesk ist verbreitet und gut dokumentiert, was den Einstieg erleichtert.
Verträge und Begriffe genau lesen
Beim Webhosting bindest du dich zwölf Monate und zahlst ein Jahr im Voraus. Dafür gibt es keine Lockpreise: Der Preis gilt über die ganze Laufzeit. Bei den Servern kannst du monatlich buchen, mit zwölf oder 24 Monaten sinkt der Monatspreis aber spürbar.
Der Standardpreis gilt für „Keine Präferenz Europa“. Wer seinen Server sicher in Nürnberg haben will, etwa aus Datenschutzgründen, zahlt einen Aufschlag.
Auch die Namen verdienen einen zweiten Blick. Die „Root-Server“ von netcup sind keine eigenen physischen Maschinen, sondern virtuelle Server mit fest zugesicherten CPU-Kernen. Die günstigeren VPS teilen sich die Kerne mit anderen Kunden. Für gleichmäßige Last wie Datenbanken oder Spieleserver ist der Root-Server die ruhigere Wahl.
Bei Sicherungen bist du weitgehend auf dich gestellt. Server bringen Snapshots mit, aber kein automatisches Backup. Im Webhosting sichert netcup freiwillig, die Wiederherstellung kostet extra. Richte also selbst ein Backup an einem zweiten Ort ein.
Für wen netcup passt
netcup passt zu dir, wenn du Linux selbst administrierst und viel Leistung für wenig Geld willst. Auch beim Webhosting bekommst du für den Preis reichlich Speicher, Postfächer und SSH, solange dich die Jahresbindung nicht stört.
Weniger passend ist netcup, wenn du einen betreuten Server suchst, monatlich kündbares Webhosting brauchst oder bei Problemen eine Rund-um-die-Uhr-Hotline erwartest. Einen Überblick über die Alternativen findest du unter vServer und Webhosting.
Häufige Fragen
Was kostet Hosting bei netcup?
Im Vergleich stehen 9 Tarife von netcup (Webhosting, vServer und Server). Der Einstieg liegt bei 2,69 € im Monat. Über 24 Monate gerechnet ist Webhosting 1000 am günstigsten, mit durchschnittlich 2,69 € im Monat.
Kann man bei netcup monatlich kündigen?
Bei einem Teil der Tarife: VPS 500 G12.5, RS 500 G12.5, VPS 1000 G12.5, RS 1000 G12.5, VPS 2000 G12.5 und RS 2000 G12.5 sind monatlich kündbar. Die übrigen haben eine Mindestlaufzeit, meist zwölf Monate.
Wo stehen die Server von netcup?
netcup betreibt Rechenzentren in folgenden Ländern und Städten: Deutschland (Nürnberg), Österreich (Wien), Niederlande (Amsterdam), USA (Manassas), Singapur.
Wie erreiche ich den Support von netcup?
Telefon-Hotline (08000 netcup, kostenlos aus dem dt. Festnetz), E-Mail/Ticket.