Viel Hardware, wenig Drumherum
Contabo kommt aus München und ist seit 2003 im Hostinggeschäft. Bekannt geworden ist der Anbieter mit virtuellen Servern, die für erstaunlich wenig Geld viel Arbeitsspeicher und Plattenplatz bieten. Seit 2022 hält der Finanzinvestor KKR die Mehrheit, der frühere Eigentümer Oakley Capital und mehrere bekannte Hosting-Unternehmer blieben als Minderheitsgesellschafter beteiligt. Mit dem Geld hat Contabo seine Standorte deutlich ausgebaut. Heute wählst du zwischen Rechenzentren in Deutschland, Großbritannien, den USA und mehreren Ländern in Asien und Australien.
Klassisches Webhosting mit fertigem Webspace und Mailpostfächern gibt es bei Contabo nicht. Du mietest einen VPS oder einen Dedicated Server und kümmerst dich selbst um alles, was darauf läuft. Auf der Website stehen die Preise ohne Mehrwertsteuer, die je nach Land erst im Bestellvorgang dazukommt. Vergleiche deshalb mit dem Bruttopreis.
Wo Contabo stark ist und wo nicht
Die Stärke liegt im Verhältnis von Ressourcen zu Preis. Für ein Bastelprojekt, einen Gameserver, eine Entwicklungsumgebung oder einen Container-Host mit vielen kleinen Diensten bekommst du kaum irgendwo mehr RAM fürs Geld. Der Traffic ist im Rahmen einer Fair-Use-Regel unbegrenzt.
Der Preis hat einen Grund: Die vCPU-Kerne teilst du dir mit anderen Kunden. Läuft auf dem Wirtssystem viel Last, merkst du das. Rechenintensive Aufgaben laufen dann langsamer als auf Servern mit dedizierten Kernen. Die Netzwerkanbindung der kleinen VPS ist ebenfalls begrenzt. Für eine Seite mit vielen gleichzeitigen Downloads reicht sie unter Umständen nicht.
Backups sind kein Standard. Ein paar Snapshots sind dabei, eine automatische Sicherung buchst du als Zusatzoption. Wer darauf verzichtet, sollte selbst eine Sicherung auf einen zweiten Speicherort einrichten.
Bei der Laufzeit gilt: Monatlich geht, die Rabattpreise gibt es aber nur bei längerer Bindung. Bei den VPS sind das 24 Monate, bei den Dedicated Servern zwölf. Dafür entfällt bei den Dedicated Servern die Einrichtungsgebühr.
Für wen Contabo passt
Contabo passt, wenn du Linux auf der Kommandozeile beherrschst, viel Speicher brauchst und mit schwankender CPU-Leistung leben kannst. Für Entwickler, Selfhosting-Fans und alle, die mehrere Dienste auf einem Server zusammenlegen, ist das Angebot attraktiv. Wer vorab klären will, ob ein eigener Server überhaupt die richtige Wahl ist, liest den Ratgeber vServer oder Webhosting.
Nicht passt Contabo, wenn du einfach eine Website mit E-Mail betreiben willst, ohne einen Server zu pflegen. Auch für Shops mit gleichmäßig hohem Rechenbedarf sind Server mit garantierten Kernen die sicherere Wahl. Im Server-Vergleich findest du beides.
Häufige Fragen
Was kostet Hosting bei Contabo?
Im Vergleich stehen 5 Tarife von Contabo (vServer und Server). Der Einstieg liegt bei 5,24 € im Monat. Über 24 Monate gerechnet ist Cloud VPS 4 am günstigsten, mit durchschnittlich 5,24 € im Monat, nach der Aktion kostet er 6,55 €.
Kann man bei Contabo monatlich kündigen?
Ja, alle Tarife im Vergleich sind monatlich kündbar.
Wo stehen die Server von Contabo?
Contabo betreibt Rechenzentren in folgenden Ländern und Städten: Deutschland, Großbritannien, USA, Singapur, Japan, Indien, Australien (laut Anbieter 9 Regionen, 11 Rechenzentren).
Wie erreiche ich den Support von Contabo?
Support rund um die Uhr laut Anbieter, per Ticket/E-Mail, Telefon und Live-Chat.